Zurück in den Sattel .. wie die Borreliose meine Zukunft veränderte


Heute bin ich als Ärztin auf Borreliose und Coinfektionen spezialisiert und versuche seit Jahren Menschen zu helfen,die das selbe Schicksal erfahren,das ich hatte. Ich leite seit 12 Jahren eine Privatordination in der Nähe von Graz und die Medizin ist nicht nur mein Beruf,sondern wirklich meine Leidenschaft. Dazu aber später mehr. Zuerst möchte ich meine persönliche Geschichte erzählen und warum ich nicht,wie eigentlich geplant Augenärztin geworden bin,sondern mich auf dieses doch komplexe Thema spezialisiert habe.

Als ich ca 5 Jahre alt war,hatte ich einen Zeckenstich im Nabel,der damals nicht sehr professionell und erst nach Stunden entfernt wurde. Damals wurde die Zecke noch mit Öl und Uhu ertränkt und letztendlich doch vom Arzt entfernt. Die Sommergrippe,die ich damals bekam,wurde mit Schwitzkur und Essigpatscherl behandelt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, weil das meine erste richtige Erkrankung war und ich sie bei meiner Großmutter durchstehen musste. An eine Infektion durch die Zecke wurde damals natürlich nicht gedacht. So vergingen die Jahre und ich hatte während der Schulzeit wirklich oft Probleme wie Kopf-,Rücken-Beinschmerzen,die aber auf meine Augen oder den Wachstumsschub geschoben wurden. Auch immer wiederkehrende Allergien (sogar Quincke Ödem),Fieberschübe und Phasen in denen ich sehr matt war,kennzeichneten meine Schullaufbahn. Durch meine Pferde und das Training mit ihnen hab ich das aber alles recht gut weggesteckt. Ich war auch immer sportlich und wollte in der Schule immer zu den Besten gehören. Im Maturajahr bekam ich innerhalb von wenigen Stunden eine Kniegelenksentzündung. Das Knie war sehr dick und geschwollen. Der zugezogene Sportmediziner diagnostizierte eine Überlastung und damit war es abgetan. Das Knie wurde vorerst von alleine wieder gut.
Dann begann ich mein Studium für Medizin in Graz und die alten Symptome waren meine Begleiter. eigentlich verging kein Tag an dem ich kein Schmerzmittel benötigte. Im dritten Studiumabschnitt bekam ich dann die 3 Hepatitisimpfungen,die bei medizinischem Personal Pflicht sind.Was ich zu dem Zeitpunkt nicht bedacht hatte, aber auch bei vielen Patienten immer wieder sehe,ist,dass bei einer chronisch schlummernden Infektion,die der Körper noch so halbwegs im Griff hat,eine Impfung das Immunsystem so durcheinander bringt,dass die Krankheit voll ausbrechen kann. Aber zu dem Zeitpunkt wusste ich ja noch nicht was mir genau fehlt. Ich hatte auch im Studium gerade mal gelernt,dass es Borreliose gibt und welche Stadien es gibt, aber das war zu dieser Zeit noch ein kleiner Nebenabsatz in einigen Büchern und ich kann mich nicht erinnern,dass dieses Thema jemals mündlich gelehrt wurde. Dadurch dachte ich an eine chronische Borreliose als Ursache für meine Beschwerden überhaupt nicht. Kurz vor der allerletzten Prüfung hatte ich eine Nasennebenhöhlenentzündung und bekam vom Arzt ein Penicillinantibiotikum. Nach der Prüfung und damit dem Ende meines Studiums flog ich nach Island um dort eine schöne Zeit zu verbringen und den Kopf mal frei zu bekommen. Die Freude sollte aber nicht lange anhalten. Ich bekam furchtbare blutig schleimige Durchfälle und musste rasch nach Österreich ins Krankenhaus. Dort wurde nach einigen Tagen eine Clostridium difficile Infektion festgestellt und ich bekam Anaerobex intravenös. Ab diesem Zeitpunkt ging es massiv bergab. Ich denke ich muss jetzt nicht alle Symptome,die ich immer wieder hatte aufzählen, da ich schon eine ganze Liste hatte und dies immer wieder wechselte. Das für mich schlimmste war aber der massive brain fog und die Wortfindungsstörungen. Kurz gesagt ich fühlte mich körperlich und geistig wie eine 90 Jährige,die Alzheimer,Rheuma und Parkinson auf einmal hatte. Der massive Nachtschweiß,durch den ich mind 5x Nachts zum Umziehen aufstehen musste, war nicht gerade förderlich. Ich kämpfte mich trotzdem weiter durch und arbeitete als Turnusärztin etwa 80 STD die Woche. Die Beschwerden wurden schlimmer und ich konnte teilweise das Bett nicht mehr verlassen. Dadurch musste ich die Entscheidung treffen meine Pferde herzugeben und fand in Norddeutschland schöne Pensionsplätze für sie. Dadurch habe ich aber auch das Letzte aufgegeben,das mir immer Halt und auch Optimismus gegeben hat.
In meiner Verzweiflung habe ich mich dann auch für eine stationäre Abklärung entschieden. Es würde wirklich alles untersucht. Von Lumbalpunktion,Blutabnahmen,Ct,MR,Szintigraphien,EEG wurde eigentlich alles abgeklärt. Bis auf Eisenmangel und leicht unspezifische Entzündungszeichen wurde aber nichts gefunden und ich bekam die Diagnose Burn Out. Gut dachte ich mir- es kann schon sein,dass ich wirklich überlastet bin. Hatte unter der Mindestzeit mit Auszeichung studiert und bin nebenbei noch jedes zweite Jahr bei einer Weltmeisterschaft geritten und war somit immer auf Volldampf unterwegs. Ich hatte zumindest jetzt eine Diagnose,was mir kurzfristig half. Leider tat dies weder der verlängerte Krankenstand noch die Psychotherapie. Die zusätzlichen Massagen und Physio ließen die Entzündungen im Rücken noch mehr aufflammen und ich lag oft weinend vor Schmerzen im Bett und kein Schmerzmittel brachte Linderung. Mein Lebensgefährte unterstützte mich aber trotzdem sehr,hat eingekauft,gekocht und mich sogar gewaschen,wenn ich sehr schlechte Tage hatte. Ich denke ohne ihn wäre ich verhungert oder zumindest komplett zerbrochen.
Mein damaliger Tierarzt hat mir dann den Rat gegeben,mich mal auf Borreliose testen zu lassen. Dieser Test - damals gab es nur Elisa und Western Blot -war aber auch negativ. Er gab mir aber den Rat trotzdem eine kurze Antibiotische Therapie zu machen und danach den Test zu wiederholen. Da ich mich an den Zeckenstich als Kind und die schwere Grippe danach erinnerte, zog ich seinen Verdacht auch näher in Betracht. Gut das war im Jahr 2005 und damals wusste noch niemand etwas genaueres zur Borreliose,geschweige denn zu einer passenden Therapie. Ich nahm zuerst Doxycyclin wie im Lehrbuch beschrieben und bekam eine starke Herxheimer Reaktion, wodurch sich der Verdacht erhärtete. Der zweite Test zeigte dann eine IgM positive Borreliose im Elisa Test und ich behandelte weiter.

Bezüglich Seronegativen Patienten vertrete ich die Meinung,dass heute deutlich bessere und sensitivere Tests,wie eben der Elispot, am Markt sind und dieser normalerweise auch bei schlechtem Immunsystem anzeigt, ob eine Borreliose aktiv ist oder nicht.
Sollten sich die Beschwerden aber mit keinem anderen Test (Viren,Pilze,Parasiten,Chlamydia,Bartonella,Rickettsien etc) erklären lassen, kann man versuchen eine 2 wöchige Antibiose zu verschreiben und dann den Test zu wiederholen. Da dies aber nicht Guidelines konform ist ,bewegt sich der Arzt hierbei auf wackeligem Eis und es muss mit dem Patienten wirklich gut besprochen werden und auch mit schriftlicher Einverständniserklärung abgesichert werden. Ich verstehe aber,dass dies wenige Ärzte wagen,da man sich dann auch vor Gericht wiederfinden kann und es eine rein probatorische Therapie ist.

Ich Habe mich dann aber sehr intensiv damit beschäftigt und mir die Borrelien auch im Dunkelfeld immer wieder angesehen und begann alles besser zu verstehen. Ich zog Wissen aus jeder Literatur und aus eigener Verzweiflung versuchte ich diverse Antibiotikakombinationen,die auch heute zu einer Standardtherapie gehören. Mir gings auch besser solange ich Antibiotika nahm und ich war beinahe die Alte. Doch schaffte ich es nicht,länger als 2 Tage ohne Antibiotika auszukommen. So schnell kam der Nebel im Kopf,die Schmerzen und der Nachtschweiß wieder. So machte ich ausführlichere Tests auf diverse Coinfektionen und ich fand alles bei mir. Von Candida,Bartonella,Rickettsien,reaktivem Herpes 6,VzV aber auch Parasiten wurden im Blut nachgewiesen. Gut wenn man weiß was man hat,kann man es ja versuchen zu behandeln. Leider gab es zu damaliger Zeit noch kaum Erfahrungsberichte oder Literatur und ich arbeite nach dem Motto : Try- fail-try - win . Von Schulmedizin über alle verschiedenen, heute recht bekannten alternativen Verfahren bis zur Energetik war alles dabei. Und trotzdem hatte ich sobald ich das Antibiotikum absetzte, sofort wieder Beschwerden. Auch die Laboruntersuchungen zeigten im Elisa und Wb weiterhin eine Borrelien IGM positive Infektion und ich dachte ich sei richtig mit der Therapie. Dem Himmel sei dank,kamen dann die ersten Elispot Tests auf den Markt und ich teste mich mehrmals - immer mit demselben Ergebnis ! elispot negativ. Sprich meine Borreliose war schon längst weg - die Beschwerden aber ähnlich,Bzw ohne Antibiotika nicht auszuhalten.
Heute weiß ich,dass Antibiotika ähnlich entzündungshemmend sind,wie Cortison und ich auch das einnehmen hätte können um den Effekt der kurzfristigen Verbesserung zu erzielen. Die Schäden wären nur noch schlimmer gewesen.
Ich versuchte also trotz Beschwerden endlich weg von den Antibiotika zu kommen und fand einige Therapien,die mir sehr gut halfen. Von Ldn,Eigenblut, über hochdosierte Virusstatika,kolloidalem Silber,Immunoxan,Vitamin C Infusionen, hochdosiertes Vid D,K2, Magnesium,Omega 3 etc etc...ich versuchte Alles und meine Gesamtsituation verbesserte sich zusehends . Ich mied jedes Antibiotikum wie der Teufel das Weihwasser, auch wenn es anfangs echt schwierig war.
Zusätzlich machte ich einen Gentest auf HLA Gene und fand die Ursache meiner IgM Persistenz in einer HLA Disposition DR3/4. Damit war das Thema Borreliose für mich eigentlich erledigt. Meine Restbeschwerden, wie immer wiederkehrenden Brain fog behandelte ich mit verschiedenen Wurmmitteln,da ich verschiedene Parasiten im Blut fand und auch extrem gut auf diese reagierte. Jedes Mal nach der Einnahme,war mein Kopf klar. Ich dachte ich sei der best entwurmteste Mensch,
aber trotzdem kamen nach Kieferharz und Einläufen noch 4 Bandwürmer und ein Leberegel bei der Stuhlentleerung zum Vorschein. Endlich hatte ich auch wieder die Kraft reiten zu gehen und ich kaufte mir ein junges Pferd und stieg wieder in den Sattel. Auch mein reaktiver Ebv und Herpes 6 wurde durch die Therapie und die Nahrungsergänzungsmittel dagegen deutlich besser und ich fand meine Kraft nach und nach wieder.
Auch mir als Arzt hat damals niemand geglaubt , eine seit über 20 Jahren bestehende chronische Borreliose wurde belächelt und ich habe die gesamten Therapien aus eigener Tasche bezahlt und denke,dass ich einen schönen X6 an Therapiekosten ausgegeben habe. Wobei ich auch bereit gewesen wäre mir dafür einen Kredit aufzunehmen. Nichts ist mehr wert als die eigene Gesundheit und ich wollte um jeden Preis wieder gesund werden.
Ich habe den Glauben an mich und meine positive Einstellung zum Leben nie verloren und auch wenn es mir schlecht ging,versucht nie zu jammern. Da es hier auch keinen Arzt gab,der mir helfen hätte können,war ich nie verleitet meine Gesundheit in die Hände eines anderen abzugeben und spürte,dass ich mir da nur aus eigener Kraft heraushelfen konnte. Ich stellte meine Ernährung komplett um,trank keinen Schluck Alkohol und habe mir Gehstrecken gesucht,die ich täglich steigerte. Ich machte mir jeden zweiten Tag Vitamin C Infusionen und führte die antivirale und antiparsitäre Therapie fort. Ich denke gerade dieser Wille ist wichtig,wenn man wieder komplett gesund werden will. Viele Patienten,die schnell wieder ganz gesund werden,haben auch diesen Willen. Andere,die die Verantwortung für ihre Gesundheit komplett in die Hand des Arztes legen und rein durch Medikamente geheilt werden wollen,schaffen es nie. Der Mensch ist nicht zum Herumliegen geboren und wenn sich jemand gar nicht bewegen will,hat er keinen Sauerstoff in den Zellen,übersäuert noch mehr und es können durch die fehlende Durchblutung die Medikamente gar nicht an die Stellen gebracht werden,wo die Infektion sitzt. Natürlich ist es gut auf seinen Körper zu hören und ihm die entsprechende Ruhe zu gönnen, aber körperlich nichts zu tun,ist in meinen Augen das Schlimmste.

Im Jahr 2009 eröffnete ich meine Praxis und begann anderen Menschen mit denselben Symptomen zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt war die Borreliose noch weit unter diagnostiziert und meist falsch behandelt. Von anderen Ärzten wurde ich erstmals belächelt und als verrückt abgestempelt. Doch der Erfolg bei den Patienten gab mir Recht und über die Jahre kamen mittlerweile über 7000 Patienten in meine Praxis. Die Heilungsrate lag damals durch wechselnde Kombinationen schon sehr gut.
Der große Durchbruch war aber die deutlich bessere Diagnostik und Therapiemöglichkeit von Parasiten und Pilzen.Ab diesem Zeitpunkt konnte ich viel mehr Menschen heilen.
Durch unsere gute Möglichkeit Blut auf der Parasitologie zu testen kann ich heute sagen dass nachweislich Alle (!!) Patienten mit neurologischen Symptomen massive Pilz oder parasitäre Infektionen haben und ich denke hier ist der Schlüssel zum Henne-Ei Prinzip. Die Erklärung ist recht einfach. Pilze und Parasiten bilden erstens Biofilme,schädigen den Darm,was zu einem leaky gut Syndrom führt, wodurch auch die Blut-Hirnschranke vermehrt permeabel wird und Giftstoffe dann leichter durch die Darmwand ins Blut und dann ins Hirn kommen. Pilze geben auch Pilztoxine ab,die sowohl Leber als auch Hirn schädigen. ( Thema Darmhirn kann vl ein eigenes Buch werden). Ursächlich für diese Infektionen sind fast zu 99% Schwermetallbelastungen durch Quecksilber, Blei oder ähnlichem,welche wir durch einen guten Test immer mitdetektieren und sobald der Patient stabil ist, dann auch diese Schwermetalle als Grundverursacher für ein aus dem Ruder geratenes Immnsystem nach einem sicheren Protokoll ausleiten .
Dazu kommen bei brennend stechenden Schmerzen immer als Folge Herpesinfektionen (VZV,Herpes6), chronischer Müdigkeit meist Ebv oder auch eben Pilze. Natürlich bekommen Patienten mit positivem Ltt Test auch eine Antibiotikakombination aber immer gleichzeitig mit einem Virustatikum und Darmschutz und danach immer eine weitere Pilztherapie.

Ein chronisch reaktiver Ebv Virus führt auch zu einer Kreuzreaktion im Labor und kann eine IgM Persistenz der Borreliose sowohl im Elisa als auch Western Blot imitieren, der Test der Wahl ist hier ein Elispot,der hier dann Aufschluss gibt,ob wirklich eine Borreliose vorhanden ist,oder ob es sich um eine Kreuzreaktion handelt, wo Antibiotika dann wirklich kontaindiziert sind. Wenn man so einem Patienten nämlich fälschlicherweise trotzdem ein Antibiotikum gibt, wird seine Ebv Infektion noch aktiver und dem Patienten geht es nach der Therapie noch schlechter. Hier nochmals erwähnt,dass ein Antibiotikum zwar kurzfristig eine Verbesserung bringt,da es gut entzündungshemmend wirkt,aber es meist zu einem Symptomwandel kommt und vermehrt brennend stechende Schmerzen durch den Vzv oder vermehrte kognitive Einschränkungen durch Candida oder Hhv6 auftreten oder die chronische Müdigkeit durch den aktivierten Ebv nach Absetzen der Antibiotika zunimmt.


Ich persönlich halte nichts von einer reinen Diagnostik über einen Cd57 Test,da dieser auch bei viralen Infektionen erniedrigt ist. Er kann zusätzlich zur Abklärung gemacht werden, ist aber in meinen Augen nicht nötig,da er auch von den Patienten selbst gezahlt werden muss und wenig Aufschluss über die wahre Ursache liefert.

Seit 3-4 Jahren hat sich ein anderer Trend entwickelt. Jede Woche kommen unzählige Patienten mit der Vordiagnose oder dem Verdacht auf Borreliose zu mir und sind meist schon monatelang antibiotisch vorbehandelt. Dies wird auch durch unzählige Laienforen gefördert, bei denen beinahe jedes Symptom auf eine Borreliose zurückzuführen wäre. Auch sind in den letzten Jahren immer mehr Ärzte auf den Zug aufgesprungen und die Patienten werden viel zu lange antibiotisch behandelt. Ich mache hier niemanden einen Vorwurf - ich habe es damals ja auch so gemacht. Aber damit wird niemand gesund! Antibiotika helfen solange man sie nimmt, weil sie einfach entzündungshemmend wirken. Aber wenn jemand nicht mehr herxt, stimmt die Diagnose einfach nicht mehr und spätestens dann sollte man sich auf die Suche nach anderen Antworten machen.
Auch wenn ich jetzt sicher den meisten Experten widerspreche, aber zu einer Borreliose gehören Gelenkentzündung und eine gute Diagnostik mit einem Ltt /Elispot Test. Wenn dieser nicht deutlich positiv ist und der Patient keine geschwollenen entzündeten Gelenke hat,suche ich weiter. Es gibt viele Coinfektionen,die man zuerst behandeln sollte, jeder sollte seine Ernährung umstellen denn schon
Pasteur sagte: Die Mikrobe ist nichts,das Milieu ist Alles.
Es gibt auch den gesunden Waldarbeiter mit Borreliose,der keine Beschwerden hat! Dessen Immunsystem hält die Borrelien soweit in Schach. Oftmals bekommen solche Menschen dann Probleme, wenn das Immunsystem durch einen Aulöser ( Unfall,Operation,Massiven Stress,Impfung, Schwermetallbelastungen  etc) aus dem Ruder gerät und die latent bestehende Infektion zum Tragen kommt.

Meiner Meinung nach ist es sinnlos einen Patienten steril behandeln zu wollen, denn sobald dieser vermeintlich gesunde Patient wieder gestochen wird,geht die ganze Geschichte von vorne los,weil sein Darm und damit der Hauptsitz des Immunsystems durch Antibiotika massiv geschädigt ist.
Natürlich sind das Faktoren,die nicht wie eine Pille sofort helfen, aber sie machen es nachhaltig. Ich will keine Patienten haben,die jahrelang irgendwelche Medikamente nehmen müssen. Für einen mich ist Gesundheit wirklich die Abwesenheit von Krankheit! Zum Thema Milieu vielleicht noch ein kleiner Ausschweif. Auch Stress übersäuert den Körper massiv und die Borreliose soll auch ein Weckruf sein,dass man etwas in seinem Leben ändern sollte. Ich selbst musste meinen Perfektionismus ablegen und lebe jetzt mehr in und mit mir, höre auf meinen Körper,meditiere täglich und versuche mich immer gesund zu ernähren ( keine Milch,kein Gluten,kein rotes Fleisch). Auch regelmäßIger Sport hilft Sauerstoff in den Körper zu bekommen und verbessert die Versorgung der Zellen. Die Darmgesundheit sollte an die oberste Stelle gestellt werden,denn im Darm sitzt der Tod.
Wenn ich mir die Zunge von Patienten ansehe und diese ist massiv weiß belegt,sollte ich als Ursache für die Müdigkeit an Pilze denken,da Pilze über die Bildung von Weinsäure unsere Mitochondrien schädigen. Hierzu sind natürlich Schwermetalle aus Impfungen,Amalgamblomben oder Antibiotikagaben die idealen Nährböden für Pilze und Parasiten. Diese helfen uns auch zu einem gewissen Grad,da sie die 200 fache Menge an Schwermetallen und Giftstoffen speichern können. Doch die Parasitenlast ist hier ausschlaggebend. Es gibt Lungen und Herzwürmer,die diese Organe schädigen und zu asthmatischen Beschwerden oder Herzrhythmusstörungen führen, aber eben auch Toxoplasma gondii oder Toxocara Canis,die in die Augen und ins Gehirn wandern und dabei chronische Entzündungen auslösen. Gerade Mouches Volantes also das Mückensehen oder chronische Kopfschmerzen bis zu Migräne,aber auch MS ähnliche Symptome,sind die Folge.
Wir nehmen Parasiten durch Trinkwasser oder schlecht gewaschenes Obst/Gemüse auf,aber auch durch den Verzehr von rohem Fleisch und Fisch. Einige Parasitenlarven sind aber auch Hitze resistent und werden auch durch Kochen oder Einfrieren nicht abgetötet. Ganz schlimm trifft es Patienten,die gleichzeitig Protonenpumpenhemmer (auch Magenschutz genannt) einnehmen,da diese die Säureproduktion hemmen und damit dem Körper die Möglichkeit der Desinfektion der Nahrung nehmen. Hier sind auch häufig Magendasseln schuld an der v.a Nüchtern Übelkeit,die Patienten dann ständig haben. Zoonosen betreffen also nicht nur Haustierbesitzer - diese aber in vermehrtem Mase. Ich hatte schon mehrere Patienten,die mit extrem schlechten Leberwerten und Ck Erhöhung und massiven neurologischen Beschwerden zu mir kamen und wir konnten Fasciola nachweisen und den Patienten schnell helfen.
Hier ist das Thema wirklich unendlich .. Wann mache ich eine Schwermetallausleitung? Wirkt ein Antibiotikum überhaupt,wenn Pilze oder Würmer vorhanden sind (Sie bilden Biofilm)? Warum hat ein Patient überhaupt eine reaktive Herpesgruppe? Warum hat der Patient eine Malabsorption und wird das,was ich ihm gebe,überhaupt aufgenommen?
Viele dieser Fragen sind noch nicht restlos geklärt und gerade in dieser komplexen Thematik lerne ich täglich Neues.
Leider ist die Borreliose trotzdem massiv am Vormarsch. Gerade nach so milden Wintern haben wir täglich Neuinfektionen. Ich hatte selbst zu Weihnachten auf der Couch einen Biss eines Insekts und 3 Tage später ein Erythema migrans,wie es im Buch steht und musste nach so vielen Jahren wieder Antibiotika schlucken. Aber das sind die Phasen in denen ein rasch reagierender Arzt wirklich jeden Patienten heilen kann.
Sollte jemand dies übersehen haben und es hat sich eine chronische Borreliose entwickelt,rate ich wirklich den Gang zum Spezialisten. Denn eine Borreliose kommt niemals allein und die Masse an Coinfektionen ist gigantisch und ich denke ohne professionelle Hilfe,kann hier ein Mensch wirklich im Sumpf der Foren versinken und wird nicht gesund werden und wahnsinnig viel Geld für Therapien ausgeben,die zu keiner Heilung führen.
Die Ilads,der ich angehöre,veranstaltet jedes Jahr mehrere Kongresse und es wäre wünschenswert,wenn auch normale Hausärzte an den Veranstaltungen teilnehmen würden um eine breitere Wissensstreuung zu erlangen. Es beginnt bei der richtigen Diagnostik,geht über die Akuttherapie bis hin zur zusätzlichen Betreuung von chronisch Kranken. Leider gibt es noch viele Ärzte,die die chronische Borreliose nicht anerkennen. Damit verunsichern sie auch Patienten,die sich schon in Therapie befinden. Ich verstehe,dass ein Kassenarzt die Behandlung nicht allein durchführen kann, weil gerade hier in Österreich bekommt ein Arzt für einen Patienten knapp 3,5€ und er kann sich dafür keine 1,5 STD Zeit nehmen. Da würde er selbst pleite gehen. Aber zumindest eine Unterstützung bezüglich Blutkontrolle oder Infusionen wäre wünschenswert.
Zusammenfassend muss ich sagen,die Infektionen haben uns wieder und das damals gefundene Penicillin,das als Allheilmittel gepriesen wurde, kann uns bei diesen Infektionen nicht helfen.