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Wenn der Verdacht auf eine Borreliose vorliegt, sollten folgende Laboruntersuchungen durchgeführt werden, wobei auch ein negatives Ergebnis, das Vorliegen einer Borreliose nicht ausschließt.

 

Elisa Test | 

 

Wird häufig als Suchtest verwendet, niedrige Sensitivität und Spezivität

 

Western Blot | 

 

Deutlich höhere Sicherheit – aber beide Tests werden erst 3-6 Wochen nach Infektion positiv (d.h. wird bei einem Patienten mit einer Hautrötung zu früh Blut abgenommen, zeigen diese Tests einen negativen Befund)

 

LTT-Test | 

 

Lymphozytentransformationstest: Dieser ist schon 10 Tage nach Infektion positiv und ist auch zur Verlaufskontrolle sehr gut geeignet. Gibt Auskunft über die aktuelle Aktivität der Borrelien ist 20 bis 200-fach sensitiver als der Elisa Test.

 

CD57-Test | 

 

Zeigt die Immunsuppression bei chronischer Borreliose. Ist ein prognostischer Faktor vor und nach der Antibiose.

Des weiteren können noch aus Hautbiopsien Erreger angezüchtet werden, eine PCR Untersuchung oder eine Blutuntersuchung mittels Dunkelfeldmikrskopie durchgeführt werden. 

 

Wichtig ist aber die Klinik und Anamnese des Patienten. Oft findet man keine Antikörper, weil der Patient z.b. Cortison oder andere Immunsupressiva erhalten hat, oder auch bei sehr kranken Patienten- da bei Ihnen die Zahl der weißen Blutkörperchen so stark abgesunken ist, dass keine Antikörper mehr gebildet werden. Daher sollte auch bei zuerst negativem Test aber vorhandener positiver Klinik und Anamnese antibiotisch behandelt werden und im Anschluss nochmal eine Blutuntersuchung gemacht werden.

Meist werden auch meist andere Infektionen gefunden: Diese Coinfektionen erschweren und verlängern die Therapie. Zu den wichtigsten gehören Viren der Herpesgruppe(HSV, VZV, HHV6, EBV, CMV), Chlamydien, Erlichiose, Bartonella, Rickettsien, Parasiten und Pilze.

 

Daher muss ein Patient, der an einer chronischen  Borreliose leidet unbedingt auf alle Coinfektionen abgeklärt werden, da dies die Therapieplanung entscheidend beeinflusst.

 

Download: Symptome der chronischen Borreliose

 

Download: Symptomabfragebogen

Symptome der chronischen Borreliose //

Sollte der Patient im Frühstadium nicht behandelt worden sein, kommt es in den meisten Fällen zu dem Stadium der chronisch persistierenden Borreliose. Dies ist eine Multiorganerkrankung und kann eine Vielzahl an Symptomen auslösen. Die Beschwerden der Patienten sind vielfältig, jedoch sollte beim Auftreten von mehreren dieser Symptome immer an das Vorliegen einer Borreliose gedacht werden.

Typisch sind:

Kaum auf Schmerzmittel ansprechende wandernde Gelenks und Muskelschmerzen und Schwellungen mit nächtlichem Schmerzmaximum später auch Dauerschmerzen, Rückenschmerzen, Schulter /Nackenschmerzen, Sehnenscheiden- und Schleimbeutelentzündungen, häufige Kopfschmerzen, Nervenschmerzen,  Sensibilitätsstörungen und Lähmungserscheinungen  sowie Depressionen, Burn-out, Gedächtnis und Wortfindungsstörungen, Schlafstörungen, Nachtschweiß und ein für die Patienten am meisten belastendes  starkes Erschöpfungssyndrom- Patienten sind kaum mehr fähig alltägliche Dinge zu verrichten (CFS).

Des weiteren Erkrankungen der inneren Organe wie Herzerkrankungen (Herzrhytmusstörungen) und hoher Blutdruck, Magen-Darm Beschwerden  (vor allem neu aufgetretene Intoleranzen- z.B. Laktose/Fructoseintoleranz, Heißhungerattacken, Sodbrennen ), chronische Entzündungen im Urogenitalen Bereich und Schilddrüsenfunktionsstörungen (auch Hashimoto Thyreoditis).

Durch diese Vielfältigkeit an Symptomen, kommt es leider sehr häufig zu Fehdiagnosen (MS,Rheuma.etc) oder Patienten werden als therapiersistent oder in Richtung Somatisierungsstörung  eingestuft. Nicht selten waren Patienten bei 10-15 Ärzten bis die Borreliose als Ursache erkannt wurde.

Diagnostik //

Es soll Ihnen helfen, die Entwicklung Ihrer Beschwerden zuverlässig – über lange Zeiträume – zu dokumentieren, denn unser aller Erinnerungsvermögen ist nicht sehr zuverlässig, wenn die Symptome und Therapien häufig wechseln.

Nicht zuletzt verdeutlicht eine solche Aufzeichnung Ihnen bzw. Ihren Ärzten, wie sich Beschwerden unter verschiedenen Therapien entwickeln. Auf diese Weise ermöglichen Sie Ärzten einen schnelleren Überblick; so bleibt mehr Zeit für Ihre Therapie!

Wenn Sie mit einer Erkrankung wie Borreliose Ansprüche gegenüber Versicherungen durchsetzen wollen, werden Sie mit Gutachtern zu tun haben. Ein Gutachten wird immer dann erstellt, wenn ein Thema eher strittig ist.

 

Download als Excel-Datei: Symptomtagebuch 

 

Download als pdf Datei für handschriftliche Eintragungen: Symptomtagebuch

Symptomtagebuch //